Schlechteste Titel (I)

„The first rude dude“? „The first mean guy“? Wie könnte wohl ein Buch im Original heißen, das auf Deutsch „Der erste fiese Typ“ heißt? Der erste Roman von Miranda July mit dem archaischen Originaltitel „The first bad man“ hätte einen besseren deutschen Titel verdient. Und: So schwer wäre das nicht gewesen. Ich empfehle jedenfalls die […]

Schrägste Sätze (III)

Auch ich habe „The Circle“ gelesen: Dave Eggers‘ Dystopie einer Welt unter der Fuchtel eines vereinnahmenden Big-Data-Kraken-Konzerns, der Google, Facebook & Co in den Schatten stellt. Aus der Perspektive der jungen Protagonistin Mae, die mit der Anstellung im „Circle“ ihren Traumjob ergattert, tauchen wir in eine munter-schaurige Arbeitswelt und Unternehmenskultur ein und begleiten ihren Aufstieg […]

Beste Sätze (IX)

„Literatur wird nicht gelesen. Literatur. Das gab es. Aber nur in Personenform und nicht als Texte.“ In „Nachkommen“ schickt Marlene Streeruwitz ihre 20-jährige Protagonistin in den Literaturbetrieb und mitten auf die Frankfurter Buchmesse, wo sie für den Deutschen Buchpreis nominiert ist. Dort trifft die Debütantin Nelia Fehn auf die Drahtzieher der Branche: alte Männer, die ihre […]

Beste Sätze (VIII)

Einer der besten und auch bekannteren Sätze in der Literatur kommt von Hermann Melville und seinem Schreiber Bartleby: „I would prefer not to.“ Nicht, dass Verweigerung das Prinzip zum Glück wäre. Aber der  Mut zur bewussten Verneinung tut gut, wo er angebracht ist. Am Wochenende bin ich seit langem wieder mal mit dem Zug gefahren. […]

Beste Sätze (VII)

Die Freiheit der Wahl ist etwas Wertvolles. Manchmal stressig. Gar fatal. Oder ernüchternd. Vor allem, wenn sich die freien Wahlmöglichkeiten doch nur in vorgegebenen Kategorien erschöpfen. Und zugleich ist die Frage der Wahlfreiheit auf so dekadente Weise privilegiert, dass sie sich schnell auch in sich selbst erschöpft. Dem aktuellen „Falter Bücher-Frühling“ entnehme ich, dass es […]