Ein Roman für die Pandemie

Während des coronabedingten Lockdowns in Österreich habe ich einen Roman gelesen, der vom Leben in der Ausnahmezeit einer Pandemie erzählt: „The Great Believers“ von Rebecca Makkai, auf Deutsch unter dem Titel „Die Optimisten“ bei Ullstein erschienen.

Makkai schildert das Leben von Yale Tishman und seinen Freunden im Chicago Mitte der 1980er-Jahre, in das die aufkommende Aidsepidemie hereinbricht. In einer zweiten Zeitebene, die im Jahr 2015 in Paris angesetzt ist, sucht die Schwester eines der ersten Todesopfer im Freundeskreis nach Versöhnung mit ihrer Tochter und ihrer von Krankheit und Verlust geprägten Vergangenheit.

Es geht um die großen Dinge des Lebens. Um Liebe, Freundschaft, Hoffnung, Endlichkeit. Um das Weitermachen in der Krise, den Umgang mit Verantwortung. Im Schatten der Pandemie wird das Persönliche existenziell. Rebecca Makkai macht daraus kein schweres, tristes Buch, sondern einen fesselnden, berührenden Roman.

Die Kapitel wechseln zwischen den beiden Zeitebenen und so entfaltet sich die Geschichte mit Blick in die Zukunft und die Vergangenheit zugleich. To whom it may concern: Als Mutter einer Babytochter war ich für die kompakten Kapitel dankbar, die mir trotz Unterbrechungen eine flüssige Lektüre ermöglichten. Die Babytochter selbst war angetan von dem leuchtend gelben Cover und robbte sich, freilich nur Fröhliches vermutend, an das Buch heran, um selig die Seiten zu verblättern.

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