E-Lesen geht noch besser

E-ReaderIn der Straßenbahn oder auf der Parkbank bin ich nicht mehr immer mit einem Buch, sondern oft auch mit elektronischem Lesegerät anzutreffen. Der imcov6l, für den ich mich wegen der Vielseitigkeit und der Möglichkeit, Apps wie Onleihe und Kindle zu installieren, entschieden habe, funktioniert nach ein paar Anlaufschwierigkeiten auch brav (so gut das ein E-Reader eben kann).

Das „Projekt E-Reader“ ist also abgeschlossen, damit stellt sich die Frage der Inhalte. Die Onleihe, die ich über die Virtuelle Bücherei Wien nutze, ist durchaus praktisch. Von einer perfekten Lösung ist sie allerdings noch entfernt: Weitaus nicht alle E-Books sind im zentralen Angebot vertreten. Man kann verfügbare Dateien nur für 14 Tage ausborgen und nicht verlängern. Man kann sie auch nicht früher zurückgeben, wenn man mit einem E-Book schon fertig ist – ein Nachteil, da die Zahl der Entlehnungen wie auch der Vormerkungen begrenzt ist. Nicht umsonst fordern die Bibliotheken derzeit europaweit das „Recht auf elektronisches Lesen“, um ihr Angebot verbessern zu können.

Kostenlose E-Books gibt es auch im Bereich der „gemeinfreien“ Klassiker, etwa im Project Gutenberg oder auch auf Amazon. Manche Autoren wie Cory Doctorow bieten ihre Werke frei unter einer CC-Lizenz an. Möglichkeiten, E-Books zu erwerben, gibt es schließlich jede Menge. Beim „Kauf“ von E-Books bin ich aber noch zögerlich – einerseits, weil man meist nur ein Nutzungsrecht erwirbt. Andererseits statten viele Verlage ihre E-Books mit einem Kopierschutz aus, der auch die legale Nutzung reglementiert. Und was passiert mit meiner digitalen Bibliothek, wenn der Reader mal nicht mehr will oder die Software überholt ist? E-Lesen geht noch besser: Da sind sich wohl bei allen divergierenden Interessen AutorInnen, Verlage, Bibliotheken und LeserInnen einig.

Ein Kommentar zu „E-Lesen geht noch besser

  1. Ja, das frage ich mich ja auch: Was passiert, wenn das Gerät mal den Geist aufgibt? Kann man alles so extern sichern, dass es sich zur Not auf einem anderen Gerät wieder installieren lässt? Wahrscheinlich ja eher nicht, dann wäre es ja kein Kopierschutz.

    Na schön, bei einem Wohnungsbrand sind die papiernen Bücher auch futsch. Die muss ich dann auch neu kaufen. Aber ich möchte mal behaupten, dass Brände wesentlich seltener sind als Computerabstürze und Hardwaredefekte.

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