Beste Sätze (VII)

Die Freiheit der Wahl ist etwas Wertvolles. Manchmal stressig. Gar fatal. Oder ernüchternd. Vor allem, wenn sich die freien Wahlmöglichkeiten doch nur in vorgegebenen Kategorien erschöpfen. Und zugleich ist die Frage der Wahlfreiheit auf so dekadente Weise privilegiert, dass sie sich schnell auch in sich selbst erschöpft.
Dem aktuellen „Falter Bücher-Frühling“ entnehme ich, dass es wieder einige Bücher zu diesem unendlichen Thema gibt – von der „Tyrannei der Freiheit“ über „Freiheit gehört nicht nur den Reichen“ bis zu neuen Beschreibungen der offenbar dauerzweifelnden „Generation Maybe“ oder  „Generation Y“.
Ob sich darin die Erkenntnis des rechten Weges findet, sei dahingestellt. Fündig wurde ich jedenfalls in einem beigestellten Zitat, das Albert Camus zugeschrieben wird und die Problematik schön pointiert auf den Punkt bringt:

„Soll ich mich umbringen oder einen Kaffee trinken?“

Die mich zuletzt beschäftigende Frage („Soll ich meinen Blog löschen oder etwas bloggen?“) hat sich damit vorerst erledigt. Ich lass mir jetzt einen Kaffee runter.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s