Zurück in die Neunziger

Die Neunzigerjahre (also die 1990er) waren eine so schöne Zeit, wie es alle Jugendzeiten nostalgischerweise  sind – nur doch ein bissl schöner.

Es gab Grunger statt Hipster, man ging ins Second-Hand statt zu American Apparel und schaute „Reality Bites“. Wir hatten keine Handys und kein Facebook und die Coolsten steckten sich Pager an den Gürtel. Nirvana hatte uns alle gepackt, dann kam TripHop auf und wir tanzten zu House Music und Prodigy sprang auf die Bildfläche und ja, man durfte das auch alles zugleich mögen.

Die Neunzigernostalgie scheint gerade im Trend zu sein. Das Zeit Magazin blickte kürzlich zurück ins Jahr 1994 und coverte mit Johnny Depp und Kate Moss, als diese noch jung, süß und ein Pärchen waren. Heute prangt auf der Glanzbeilage der Tageszeitung meines Vertrauens Carla Bruni, die, bevor sie Nicolas Sarkozy zum Mann und zur Muse hatte, Supermodel der Neunziger war.

Die Neunzigerjahre sind also schick und zum Glück muss man nicht nur den alten Zeiten nachweinen, sondern kann sich über Wiederauferstehungen freuen: wie das Comeback von Neneh Cherry, die beruhigenderweise cool war und ist – ebenso wie Skin, die zuletzt in An Acoustic Skunk Anansie in London noch mal mit ihren großen Hits auftrumpfte. Schön. Ganz ohne Nostalgie.

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