Schrägste Sätze (II)

Das aktuelle „Zeit Magazin“ bietet in einer Story allein so viele „schrägste Sätze“ (um es freundlich auszudrücken), dass ich die Serie damit füllen und zugleich zu ihrem Höhepunkt (ha!) führen könnte.

Dass in der Intellektuellenpostille gern junge Frauen in die Höhe (und Tiefe) besungen und behudelt werden, ist nichts Neues. Diesmal hat man (frau) aber den Vogel abgeschossen.

Eine Französin hat ein erotisches Buch geschrieben. (Huch.) Anlass genug, eine Begegnung mit der Autorin abzudrucken. In Paris natürlich. In dem ehemaligen Künstlertreff und der heutigen Touristenfalle Café de Flore.

Die Autorin sei „ein Wunderkind. Kaputt und nymphomanisch. Sex ist ihr Leben. Sex ist ihre Literatur“, steigt die „Zeit“-Journalistin (eine Frau, wohlgemerkt) in den Text ein. In der Folge erfahren wir, wie die Autorin „so selbstvergessen und maßlos an ihrer Zigarette“ zieht, „als sei sie rauchend auf die Welt gekommen“, wir verfolgen, wie sie Wein ordert, wie sie „atemlos, fast in Trance“ über erotische Literatur spricht, wie sie mit Haaren spielt und Servietten hantiert und „der Tisch zum Bett und das Gespräch zum Sex“ wird, bis die junge Frau (in der Wahrnehmung der Journalistin) „wie nackt“ im Café sitzt. (vgl. Zeit Magazin Nr. 27, 27. Juni 2013, S. 28 ff.)

Alles kann und will hier nicht wiedergegeben werden – nachlesen lässt sich der Text, der erotischer sein will als sein Subjekt, hier. Oder auch nicht. Ich werde jetzt mal eine „Zeit“-Pause einlegen.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s